06 May 2026, 14:23

AfD wirbt mit TikTok und Dating-Tipps um junge Wähler vor der Europawahl

Deutschland-Europawahlen: Bringt das Herabsetzen der Wahlaltersgrenze auf 16 den Rechtsextremisten Vorteile?

AfD wirbt mit TikTok und Dating-Tipps um junge Wähler vor der Europawahl

Die rechtspopulistische AfD setzt alles daran, vor der Europawahl am 6. Juni junge Wähler für sich zu gewinnen. Erstmals dürfen dabei auch 16- und 17-Jährige ihre Stimme abgeben – das bedeutet rund 4,8 Millionen neue deutsche Wähler und 300.000 junge EU-Bürger in Deutschland. Der Spitzenkandidat der Partei, Maximilian Krah, hat sich auf TikTok als prägende Figur etabliert, wo er mit einer Mischung aus Dating-Tipps und politischen Botschaften große Aufmerksamkeit erregt.

Krahs privater TikTok-Account verzeichnet über eine halbe Million Likes. Dort verbindet er Lifestyle-Inhalte mit rechtspopulistischen Thesen, wirbt für die AfD-Politik und rät gleichzeitig von einer Unterstützung der Grünen ab. Allerdings steht er derzeit unter gerichtlicher Beobachtung, da ihm vorgeworfen wird, Zahlungen aus Russland erhalten zu haben.

Der Fokus der AfD auf junge Wähler kommt nicht von ungefähr: Aktuelle Studien zeigen eine Verschiebung der politischen Präferenzen. Mittlerweile würden 22 Prozent der 14- bis 29-Jährigen in Deutschland die Partei wählen. Bei der Europawahl 2019 erhielt die AfD noch 7 Prozent der Stimmen in dieser Altersgruppe – doch ihre Zustimmungswerte sind seitdem deutlich gestiegen.

Dabei gibt es klare geschlechtsspezifische Unterschiede: Junge Männer tendieren eher zur AfD als junge Frauen. Insgesamt blicken jüngere Deutsche der EU und dem Europäischen Parlament zwar noch positiver entgegen als der Bevölkerungsdurchschnitt – doch auch diese Zustimmung schwindet seit einigen Jahren.

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Mit der Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre werden Millionen Erstwähler das Ergebnis der anstehenden Wahl mitbestimmen. Die Social-Media-Strategie der AfD, vorangetrieben von Figuren wie Krah, hat ihre Attraktivität bei jungen Zielgruppen spürbar gesteigert. Ob sich dies in tatsächliche Stimmen umsetzt, wird sich zeigen, wenn am 6. Juni die Wahllokale öffnen.

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