500-Kilo-Fliegerbombe in Rastatt: Evakuierung vor der Entschärfung eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg
Marliese MülichenBombe in Rastatt muss nicht gesprengt werden - 500-Kilo-Fliegerbombe in Rastatt: Evakuierung vor der Entschärfung eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg
Bei Bauarbeiten für ein Schwimmbad in Rastatt wurde eine 500 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der Fund führte zu Plänen für die Evakuierung der Anwohner, während Experten die Entschärfung des Blindgängers vorbereiteten.
Die Bombe lag etwa fünf Meter tief im Erdreich. Nach einer Überprüfung durch die Behörden stellte sich heraus, dass weder die Zünder im Bug noch im Heck sichtbare Schäden aufwiesen. Dadurch konnten Fachleute feststellen, dass eine kontrollierte Entschärfung sicher durchgeführt werden könne – eine Sprengung war somit nicht notwendig.
Die Evakuierung betraf Anwohner im Umkreis von 500 Metern um die Fundstelle. Die Bombenentschärfung war für Sonntag geplant, um die Beeinträchtigungen für die Umgebung so gering wie möglich zu halten.
Solche Funde sind in Baden-Württemberg keine Seltenheit: Immer wieder kommen bei Bauarbeiten nicht explodierte Kriegsmunition aus dem Zweiten Weltkrieg zum Vorschein. Noch immer liegen Tausende Blindgänger in ganz Deutschland im Boden und bergen auch Jahrzehnte nach Kriegsende Gefahren.
Nach der sicheren Bergung der Bombe können die Bauarbeiten am Schwimmbad fortgesetzt werden. Die Behörden überwachen weiterhin Gebiete, in denen noch nicht entdeckte Kampmittel im Erdreich verborgen sein könnten.






