17 April 2026, 20:09

400.000 Euro für eine politische Debatte: Tübinger Polizeieinsatz sorgt für Diskussionen

Polizeibeamte in Uniform vor einer Menge während einer Demonstration in Berlin, mit Fahrzeugen, Gebäuden und einer Person mit einer Kamera im Bild.

Polizeieinsatz während Streit mit AfD kostet über 400.000 Euro - 400.000 Euro für eine politische Debatte: Tübinger Polizeieinsatz sorgt für Diskussionen

Politische Debatte in Tübingen führt zu Großaufgebot der Polizei für über 400.000 Euro

Eine politische Diskussion in Tübingen im vergangenen September löste einen massiven Polizeieinsatz aus, der mehr als 400.000 Euro kostete. Bei der Veranstaltung mit Oberbürgermeister Boris Palmer und dem AfD-Landesvorsitzenden Markus Frohnmaier waren 485 Beamte im Einsatz, die insgesamt 5.480 Dienststunden leisteten. Während die Debatte selbst weitgehend ruhig verlief, trieben die Spannungen außerhalb des Veranstaltungsorts die Sicherheitskosten in die Höhe.

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Die Auseinandersetzung fand Anfang September 2023 statt, als Palmer und Frohnmaier bei einer öffentlichen Veranstaltung auftraten. Im Inneren des Saals blieb die Stimmung kontrolliert; es gab nur kleinere Handgreiflichkeiten, und einige Störenfriede wurden von der Sicherheit entfernt.

Draußen sorgten jedoch Gegenkundgebungen und die Befürchtung von Gewalt für einen großen Polizeiaufmarsch. Frohnmaier machte später die hohen Kosten an den Gegenprotesten und möglichen Aufrührern fest. Die Tübinger SPD-Politikerin Dorothea Kliche-Behnke kritisierte Palmer und argumentierte, die Situation hätte vermieden werden können.

Die Gesamtkosten beliefen sich auf 404.369 Euro für 485 Einsatzkräfte, die zusammen 5.480 Stunden arbeiteten. Palmer verteidigte die Ausgaben und betonte, der Schutz der Demokratie rechtfertige die Kosten.

Die Veranstaltung endete ohne größere Zwischenfälle, doch die finanzielle Belastung hat eine Debatte ausgelöst. Lokale Verantwortliche müssen sich nun die Frage gefallen lassen, ob ein solch hoher Sicherheitsaufwand notwendig war. Im Abschlussbericht der Polizei hieß es, es habe keine schweren Verletzungen oder Festnahmen während des Einsatzes gegeben.

Quelle