100 Millionen Euro für Wasserstoffforschung: Pfeffenhausen wird zum Hightech-Standort
Marliese Mülichen100 Millionen Euro für Wasserstoffforschung: Pfeffenhausen wird zum Hightech-Standort
Das Wasserstoff-Technologie- und Anwendungszentrum (WTAZ) in Pfeffenhausen hat bedeutende Fördermittel erhalten. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder übergab am 10. Februar 2026 offiziell die Bewilligungsbescheide. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Weiterentwicklung von Wasserstoffantrieben und Betankungstechnologien unter Nutzung verschiedener Wasserstoffformen.
Pfeffenhausen war im September 2021 als einer von vier Standorten für das Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff ausgewählt worden. Das Bundesverkehrsministerium steuert 54 Millionen Euro für das WTAZ bei, während der Freistaat Bayern bis zu 30 Millionen Euro zugesagt hat.
Weitere 32 Millionen Euro fließen an drei regionale Hochschulen für Forschungs- und Testanlagen. Zudem erhalten zwei Unternehmensverbünde 22 Millionen Euro für den Bau einer wasserstofftauglichen Testhalle und einer Verflüssigungsanlage. Der benötigte Wasserstoff für die Testhalle wird von einem Fünf-Megawatt-Elektrolyseur der Hy2B Wasserstoff GmbH bereitgestellt.
An der Fördermittelübergabe nahmen der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Staatsminister Hubert Aiwanger und Staatsminister Christian Bernreiter teil. Mit dem Baubeginn des WTAZ wird jedoch frühestens gegen Ende 2026 gerechnet.
Das WTAZ wird sich auf Wasserstoffantriebssysteme und Betankungstechnologien spezialisieren, darunter flüssiger, kryokomprimierter und gasförmiger Wasserstoff. Die Gesamtförderung aus Bundes- und Landesmitteln beläuft sich auf über 100 Millionen Euro. Das Projekt stellt eine der größten Investitionen in die Wasserstoffinfrastruktur und -forschung in Bayern dar.






